Greenpeace stellt neuen Verbraucher Ratgeber vor
Scholle oder Atlantischer Lachs gehören nicht mehr auf den Tisch umweltbewusster Konsumenten. Bei Kabeljau oder Tunfisch muss man genau auf die Fanggebiete achten. Pangasius, Regenbogenforelle oder Zander können derzeit ohne Probleme verzehrt werden. Das ist das Ergebnis des heute vorgestellten Greenpeace-Fischratgebers. Erstmals hat Greenpeace darin die Bestände von über 40 Fischarten bewertet. Arten, die in Deutschland am meisten verzehrt werden, wie Hering oder Lachs, aber auch Arten die mittlerweile häufiger in der Theke auftauchen, wie Granatbarsch. Verbraucher haben jetzt die Möglichkeit, durch ihr Einkaufsverhalten zum Schutz der Meere selbst beizutragen.
Greenpeace fordert, dass illegale Fischerei gestoppt, Überkapazitäten abgebaut, Schutzgebiete eingerichtet und Beifang vermieden wird. Nur durch eine nachhaltige Fischerei lässt sich der Bestand der Zielarten auf einem gesunden Niveau halten, ohne andere Arten des Ökosystems negativ zu beeinflussen.
In den vergangenen Wochen hatte sich Greenpeace verstärkt für den Schutz des „Sylter Außenriffs“ vor der Nordseeinsel Sylt eingesetzt. Das von der Bundesregierung ausgewiesene Schutzgebiet wird zerstört durch Grundschleppnetzfischerei und Kiesabbau. Greenpeace-Aktivisten hatten daraufhin während einer vierwöchigen Aktion große Felsbrocken in dem Gebiet versenkt und es vor Grundschleppnetzen geschützt.
