Facebook kündigt Verbesserungen der Privatsphäre-Einstellungen als Reaktion auf die Empfehlungen des kanadischen Datenschutzbeauftragten an

Facebook bietet seinen Nutzern noch mehr Kontrolle über die Informationen, die mit Anwendungen Dritter geteilt werden sowie eine Überarbeitung der Privatsphäre-Richtlinien

PALO ALTO, USA, 27. August 2009 – Facebook hat heute angekündigt, die Kontrollmöglichkeiten, die Nutzer über ihre eigenen Informationen haben, weiter zu verbessern um es ihnen zu ermöglichen, fundierte Entscheidungen über die eigenen Privatsphäre-Einstellungen zu treffen. Die Verbesserungen umfassen neue Benachrichtigungen, Ergänzungen zu Facebooks Privatsphäre-Richtlinien und technische Veränderungen, die den Nutzern mehr Transparenz und Kontrolle über die Informationen geben sollen, die sie Anwendungen von Drittanbietern zur Verfügung stellen.

Die angekündigten Veränderungen sind das Ergebnis der Zusammenarbeit von Facebook mit dem Büro des Datenschutzbeauftragten von Kanada, das über mehr als ein Jahr Facebooks Privatsphäre-Richtlinien und Kontrollen ausgewertet hat. In seinem Bericht zeigte sich das Büro des Datenschutzbeauftragten dankbar für Facebooks Kooperation während der Untersuchungen und lobte Facebook dafür, seinen Nutzern umfangreiche Privatsphäre-Einstellungen zur Verfügung zu stellen. Der Beauftragte gab auch eine Reihe von Empfehlungen ab, auf die Facebook mit der Verpflichtung reagierte, während der nächsten zwölf Monate wesentliche Erweiterungen umzusetzen. Der Beauftragte hat die Vorschläge geprüft und ist mit den Zusagen seitens Facebook zufrieden.

„Unser produktiver und konstruktiver Dialog mit dem Büro des Beauftragten gab uns die Gelegenheit, unsere Richtlinien und Methoden zu verbessern, um so den Facebook Nutzern noch mehr Transparenz und Kontrolle zu bieten“, sagt Elliot Schrage, Vicepresident for Communication and Public Policy bei Facebook. „Wir glauben, dass diese Änderungen nicht nur für unsere Nutzer wichtig sind und alle ausstehenden Bedenken des Beauftragten berücksichtigen, sondern auch einen neuen Standard für die Branche setzen.“

Die Änderungen im Detail:

•    Neufassung der Privatsphäre-Richtlinien um bestimmte Vorgehensweisen besser zu beschreiben, wie etwa die Gründe für das Erfassen von Geburtsdaten, das Bewahren der Konten verstorbener Nutzer, die Unterscheidung zwischen Deaktivierung und Löschung eines Kontos und eine Erklärung des Werbemodells.
•    Aufforderung an die Nutzer, ihre Privatsphäre-Einstellungen zu überdenken um sicherzustellen, dass die Voreinstellungen auch ihren Wünschen entsprechen.
•    Den Nutzern wird es erleichtert nachzuvollziehen und zu kontrollieren auf welche Informationen Anwendungen Dritter zugreifen. Genau genommen führt Facebook ein neues Modell für Zugriffsrechte ein, dass Anwendungen dazu verpflichtet, die Informationskategorien zu benennen, auf die sie Zugriff wünschen. Ohne die ausdrückliche Zustimmung des Nutzers werden keine Daten freigegeben. Außerdem muss der Nutzer gesondert zustimmen, bevor auf Informationen von Freunden zugegriffen werden kann. Diese unterliegen darüber hinaus den jeweiligen Privatsphäre- und Anwendungs-Einstellungen der Freunde.

Die Arbeit an diesen geplanten Änderungen beginnt unverzüglich. Einige Änderungen werden aber Zeit brauchen, bis sie sichtbar werden. Für die Neufassung der Privatsphäre-Richtlinien muss eine Frist eingehalten werden, damit die Nutzer Gelegenheit haben, sich mit den Richtlinien vertraut zu machen und sie zu kommentieren. Außerdem erfordert sowohl das Aktualisieren als auch das Testen der neuen Facebook API, also die Änderungen an der Art und Weise wie Nutzer ihre Informationen mit Anwendungen Dritter teilen, Zeit und Ressourcen.
Auch die Entwickler dieser Anwendungen müssen entsprechend   umprogrammieren und testen. Facebook geht davon aus, dass dieser gesamte Prozess ungefähr zwölf Monate dauern wird.

„Wir sind überzeugt, dass die Änderungen an dem Modell für Zugriffsrechte für Anwendungen Dritter den Nutzern mehr Vertrauen in die Facebook-Plattform geben werden und uns dabei helfen, den lebhaften Austausch auf der Facebook-Plattform langfristig  sicherzustellen“, sagt Ethan Beard, Director of Platform Product Marketing bei Facebook. „Wir werden uns regelmäßig mit den Entwicklern über die Veränderungen austauschen und ihnen ausreichend Zeit geben, sich mit den Neuerungen auseinanderzusetzen und sich anzupassen. Außerdem werden wir uns die Zeit nehmen um sicherzustellen, dass die Nutzer das Ergebnis nachvollziehen können.“

Über Facebook
Facebook wurde im Februar 2004 gegründet, mit dem Ziel es Menschen zu ermöglichen, sich auszutauschen und damit die Welt offener und vernetzter zu gestalten. Jeder kann bei Facebook mitmachen und mit Anderen in einem vertrauensvollen Umfeld kommunizieren. Facebook ist ein im Privatbesitz stehendes Unternehmen und hat seinen Hauptsitz in Palo Alto, Kalifornien, USA.

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Abgelegt unter: Press releases, Weblog · Tags: · Hendrik Heuermann @ Donnerstag, 27. August 2009 15:36 Uhr

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