In neuneinhalb Stunden um die Welt – Kulows Field Trip

8.06 Uhr Dammtor Bahnhof. Die Welt sieht einem neuen Rekord entgegen. Kulow Kommunikation macht sich voller Abenteuerlust auf, einen Rekord zu brechen. Es gilt die Welt zu umreisen an diesem Wandertag. Das Traveller-Equipment für einen Marsch durch alle Klimazonen: Sonnenbrillen, Knoppers und Apfelschorle. Ach ja und ein iPhone.

Die erste große Herausforderung für das Team lässt nicht lange auf sich warten. Ein Zug fährt uns vor der Nase weg und zwingt uns, spontan und flexibel unseren Reiseplan anzupassen. Wir entscheiden uns für einen außerplanmässigen Zwischenstopp in Bremen. Beinahe wie die Einheimischen tauchen wir in die fremden Kulisse ein und testen eine lokale Spezialität: Milchkaffee im Museumscafe. Toll, das sollte es in Hamburg auch geben. Nun aber weiter!

Nächster Halt ist Bremerhaven. Mit schlafwandlerischer Sicherheit bringt uns Hendrik zu unserem nächsten Ziel und führt uns durch einen Kleinstadt-Dschungel, mit Marienenkäferangriffen und einem nativen Bremerhavener Kind, das uns auf dem Bürgersteig vor die Füße spuckt. Eine regionale Sitte vermuten wir bis die Mutter des Kindes unsere Faszination unterbricht: “Lass das, du bist doch kein Lama!” sagt sie. Wir hören nur Lama und freuen uns auf Südamerika…

Wenig später erreichen wir einen futuristischen Bau am Hafenrand.

Haus

Hier treffen wir auf die erste große Gefahr – eine Riesenschlange! Wir stellen uns der Bedrohung und verharren still bis sich das Biest verzogen hat.

Nun beginnt unsere Weltreise wirklich – wir folgen immer dem 8. Längengrad. Ein kleiner Zug bringt uns auf eine Schweizer Alm  – Isenthal. Dort lernen wir, dass Kühe gar nicht lila sind, aber dafür an Wänden grasen und aus Badewannen trinken.

Von Isenthal geht es weiter nach Sardinien, wo das Gras deutlich höher ist als erwartet Gras

und die Tiere weniger niedlich.

Ihh

54 Millionen Jährchen zurück und wenige Schritte weiter sind wir in der Wüste von Niger, genauer in Kanak. Dort erfahren wir, dass die Wüste mal so ausgesehen hat:

Urzeit

und dass es dort heute etwas trockener ist.

Wüste

Unsere nächste Station ist wieder feuchter, dunkler und unheimlicher. Der Urwald von Ikenge in Kamerun hat einiges zu bieten. Es gibt dort Lehmhütten und eine Hängebrücke. Die sollte man übrigens tunlichst nur dann überqueren, wenn kein 2-Zentner-Mann vor einem das Lianenkonstrukt in Schwingungen versetzt.

Cindy und Verena vermuten, dass sie den Rest der Gruppe im Dschungel verloren haben, können sich aber keine Trauer leisten, sondern müssen die nächste Wasserstelle finden. Wie durch ein kleines Wunder entdecken sie mitten im Dickicht eine Kantine, die Bionade verkauft. Schon kurze Zeit später finden auch die anderen ihren Weg hierher – iPhone sei Dank.

Nun, aber auf in die Antarktis, eh es dunkel wird. Wir wandern nach Königin Maud Land. Hier lernt man alles über Eis. Zum Beispiel, dass es sehr kalt ist, wenn man nur ein T-Shirt trägt. Besser ist sowas:

Shoes

Die Belohnung für all diejenigen, die die Eiswüste trotzdem überlebt haben ist: Sie kommen in den Himmel!

Stars

Nach dem Himmel rechts geht’s dann nach Samoa. Genau genommen kommt einem Samoa auch wie der Himmel vor. Blaues Wasser und bunte Fische! Herrlich! Nur durch Glas fotografieren, das geht auch hier nicht so toll.

Fish

Dafür ist der Strand eine Naturschönheit.

Beach

Von Nemo und seinen Freunden nehmen wir Abschied und tauchen wieder in frischere Gefilde ein – in Alaska lernen wir die alten Traditionen des Robben- und Walfangs – rein theoretisch natürlich. Und dass die zwei Bestseller in den Supermärkten dort Schokolade (gegen Depressionen) und Zahnschmerztabletten (gegen die Schmerzen von der Schokolade gegen Depressionen) sind.

Während man nachrechnet, wann man selbst zuletzt beim Dental-Doktor war, strandet man unverhofft auf Hallig Langeneß. Eine kleine Insel wird abwechselnd vom Meer verschluckt und wieder freigegeben. Kinder sitzen auf der Insel. Die Eltern am Rand sorgen sich mehr um die trockenen Schuhe ihres Nachwuchses, als darum, dass die kleinen Schreihälse ertrinken könnten. Das soll aber auch die letzte Sorge gewesen sein, denn hier endet die Reise um die Welt und alle landen heil und um unzählige Eindrücke reicher wieder in Bremerhaven…

…doch Halt: Noch ein kleiner Abstecher in die Cafeteria, weil wir von der langen Reise Hunger bekommen haben. Hier heißt es – husch, husch. Die Damen vom Grill kommen nämlich ursprünglich aus der Service-Wüste und wollten beinahe schon das Rost vor unserer Nase hochklappen. Aber es gehr gerade noch einmal gut: Malte kann sein Mittag in Ketchup ertränken und alle sind sich einige: Das Klima war prima und Pommes mit Hunger sind das Beste auf der ganzen Welt. Wir wissen’s ja jetzt, weil wir sie gesehen haben!

Abgelegt unter: Weblog · Tags:, , , · Verena Bardttholdt @ Dienstag, 18. August 2009 14:36 Uhr

3 Kommentare

  1. So konnte ich doch noch am Ausflug teilnehmen, dank Weblog, dank Verena. Merci! (Übrigens einer der ruhigsten Tage hier im Büro seit langer Zeit … auch mal schön) :-)

    Comment von Jan Persiel — Dienstag, 18. August 2009 · 16:00 Uhr · Link zum Kommentar

  2. War am 30. Juli in Bremerhaven, aber nicht im Klimahaus. Sieht aber schick aus.

    Comment von Timo Heuer — Mittwoch, 19. August 2009 · 16:26 Uhr · Link zum Kommentar

  3. Warum haben wir eigentlich keinen I like Button? Egal: I like

    Comment von Lilian Mrusek — Freitag, 21. August 2009 · 12:02 Uhr · Link zum Kommentar

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