Über 5-6 Ecken kennt jeder jeden Menschen auf dieser Welt. Zumindest rein rechnerisch. Aber jeder von uns kennt diese Geschichten, in denen jemand im Urlaub am vermeintlich entlegensten Ort der Welt seinem Nachbarn oder einem Bekannten in die Arme läuft. Ich selbst habe mal meinen Mathelehrer in der Hotelhalle in Denver, Colorado getroffen – da gibt es schönere Zufälle…
Zum Beispiel im Magazin Humanglobaler Zufall. Entlang eines roten Fadens, den man tatsächlich in Form eines Lesezeichens in der Hand hält, erzählt das Magazin Geschichten von Menschen aus aller Welt. Es beginnt zum Beispiel mit dem Schwaben Bernhard, der in einem Favela in Rio wohnt, Baile-Funk macht und von allen nur noch Mc Gringo genannt wird. Mc Gringos Freund Luke ist gerade aus Rio nach London zurückgekehrt ist, um Strassenkindern zu helfen. So geht es weiter über Lukes Netzwerk zu Max nach Kamerun, dann nach Bethlehem, Kopenhagen, Berlin, New Orleans,… Und die Welt dreht und dreht sich und fremde, ferne Kontinente erscheinen nicht mehr so fremd und fern. Die Leser konnten mitmachen, beim Blog und bei der Fotogalerie und sie konnten von ihren persönlichen Zufälle auf der Website erzählen.
Aber das Magazin mit dem roten Faden gibt es nicht mehr. Nach vier wunderbar-verwundernen Ausgaben ist seit der Dezember-Ausgabe Schluss. Und das ist schade.
